Bislang ist zur Behandlung des Grauen Stars die Operation die einzige Möglichkeit. Die Operation muss in den meisten Fällen jedoch nicht sofort erfolgen. Die Anforderungen an das Sehen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Und der Graue Star ist nicht „gefährlich“ – durch die Operation wird das Sehvermögen wieder voll hergestellt. Wenn durch die Trübung Linse und die Verminderung der Sehleistung keine Beeinträchtigung im Alltag auftritt, kann ein Abwarten und Beobachten der Entwicklung sinnvoll sein. Es gibt jedoch eindeutige Studien, dass mit zunehmendem Grauen Star die Sturzgefahr zunimmt, Unfälle und Knochenbrüche häufiger werden, und es dadurch auch häufiger zu bleibenden Beeinträchtigungen und zu bleibender Invalidität kommt. Wenn der Graue Star schon sehr weit fortgeschritten ist, wird zudem die Operation schwieriger und risikoreicher. Daher gibt es auch international gut etablierte Leitlinien, wann der Graue Star operiert werden sollte. Die Entscheidung bleibt jedoch in allen Fällen eine individuelle.